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09.10.2019

Diversitäts-Maßnahmen sind für viele Unternehmen noch Neuland

Die IT- und Telekommunikationsbranche nimmt sowohl bei Diversitäts-Maßnahmen als auch bei der Sicherung des Erfahrungsschatzes älterer Mitarbeiter eine Vorreiterrolle ein. Das geht aus einer Befragung von Führungskräften und Unternehmern hervor. Knapp die Hälfte aller Befragten hat jedoch noch keine formellen Schritte eingeleitet, um die Vielfalt (in) der Belegschaft zu fördern.

Für den aktuellen Management-Report des Hernstein Instituts wurden 944 Führungskräfte und Unternehmer in Deutschland sowie 586 in Österreich befragt. Rund ein Viertel von ihnen gab an, dass es in ihrem Unternehmen Maßnahmen im Bereich Diversität gibt. Bei weiteren 28 Prozent waren sie in Planung. Der IT- und Telekomsektor liegt mit 38 Prozent an umgesetzten Diversitäts-Maßnahmen vorne, gefolgt von der Finanzbranche mit 35 Prozent. In der Bau- und Immobilienbranche beträgt die Quote dagegen lediglich 13 Prozent.

Hoffnung wird bei der Berücksichtigung der Bedürfnisse von Mitarbeitern mit unterschiedlichem sozialem, kulturellem oder demografischem Hintergrund vor allem auf das Personalmanagement gesetzt. Weitere häufiger genutzte Instrumente sind spezielle Events, Entwicklungsstrategien zu Einstellungen und Werten im Unternehmen und eine Verbesserung der Kommunikation. Im Sozial- und Gesundheitswesen ist die aktive Gestaltung durch das Personalmanagement besonders stark gefragt.

Den Wert des Wissens älterer Mitarbeiter haben indes die meisten Unternehmen erkannt: 81 Prozent der Befragten wissen es zu schätzen. Je kleiner der Betrieb, desto höher fällt die Anerkennung für das Know-how Älterer aus: Während es in 46 Prozent der Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern "sehr geschätzt" wird, gilt dies bei Firmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern nur in 25 Prozent der Fälle.

32 Prozent der befragten Unternehmen setzen aktiv Maßnahmen ein, um das Wissen älterer Kollegen zu sichern, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Auch hier führt die IT- und Telekom-Branche das Ranking mit 40 Prozent an. Insgesamt setzen die Führungskräfte dabei vor allem auf informelle Gespräche zwischen älteren Mitarbeitern und Kollegen, regelmäßige Meetings, schriftliche Dokumentationen sowie Workshops und Seminare.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.