Aktuelle Nachrichten

18.11.2019

Angemessene Bezahlung kein Schutz vor finanziellen Sorgen

Wie eine aktuelle repräsentative Studie des Beratungs- und Dienstleistungsunternehmens Aon belegt, sorgen sich deutsche Arbeitnehmer in finanzieller Hinsicht vor allem um ein ausreichendes Einkommen im Alter - das ihnen ebenso wichtig ist wie ihr aktuelles Gehalt.

Demnach sei jeder dritte der rund 2.000 befragten deutschen Arbeitnehmer nach eigener Aussage weniger leistungsfähig aufgrund der eigenen finanziellen Sorgen, vor denen auch ein als angemessen empfundenes Einkommen nicht schützen könne. Dies gelte für Frauen und Männer gleichermaßen und betreffe sogar knapp jeden zweiten der jüngeren Arbeitnehmer im Alter von 18 bis 39 Jahren.

98 Prozent machten das "persönliche finanzielle Wohlbefinden" nämlich abhängig von einem ausreichenden Einkommen im Alter, das sogar mehr zähle als die Bezahlbarkeit des täglichen Lebens in der Gegenwart (97,6 Prozent) - und wesentlich wichtiger sei als etwa Wohneigentum (67,3 Prozent) oder gute Karrierechancen (64,7 Prozent).

Diese finanziellen Sorgen belasten laut Studie sowohl die Arbeitszeit als auch die Privatsphäre, beispielsweise aufgrund von Fehlzeiten sowie von Schlaf- und Konzentrationsstörungen. Nur etwa die Hälfte der Bezieher von Bruttoeinkommen bis 4.500 könne darüber hinaus die eigene finanzielle Situation noch hinreichend einschätzen, was die herrschende Besorgtheit teilweise erklären könne.

"Das Gehalt ist nur ein Aspekt von vielen, wenn es um das finanzielle Wohlbefinden von Mitarbeitern geht", lautet das Resümee von Aon. "Durch gezielte Unterstützung bei Themen wie Altersversorgung und Risikoabsicherung und durch das passende Angebot von Nebenleistungen können Arbeitgeber effektiv etwas tun, um die Arbeitsleistung und Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter zu verbessern und damit die Beeinträchtigungen im Unternehmen zu verringern. Unternehmen, die entsprechende Unterstützung anbieten, verbessern eindeutig ihre Wettbewerbsposition bei der Gewinnung qualifizierter Arbeitnehmer und festigen zudem die Bindung und Loyalität der Mitarbeiter."

Dieser Beitrag wurde erstellt von Dr. Frank Walpuski.