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19.11.2019

Schlechte Meetings und Calls kosten Leistung

Manche mögen es schon geahnt haben: Zu viele und/oder schlecht vorbereitete und geleitete Meetings und Calls können die Produktivität negativ beeinflussen. Das geht aus einer Befragung von 1.945 Arbeitnehmern in den USA durch die Beratung Korn Ferry hervor. Als sehr viel wirkungsvoller wurden unter anderem Vier-Augen-Gespräche mit den Kollegen beurteilt.

Meetings und Gruppentelefonate scheinen für ein gutes Drittel der Befragten mitunter eine Bürde zu sein, die sie klaglos ertragen müssen. Zumindest gaben 35 Prozent an, dass sie selbst dann daran teilnehmen würden, wenn sie wissen, dass es nicht produktiv sein wird. Eine Absage kommt ihnen trotzdem nicht in den Sinn. Der Schaden ist groß: 34 Prozent sagten, dass sie deshalb zwei bis fünf Stunden pro Woche wirkungslos verschwenden.

Kollaboration sei zwar heutzutage ein Muss, so Cathi Rittelmann von Korn Ferry: "Zu oft lautet die Antwort auf ein Arbeitsproblem aber einfach: Lass uns ein Treffen anberaumen." Solche Meetings seien nicht grundsätzlich schlecht. Doch die Art und Weise ihrer Vorbereitung und Durchführung könne die Produktivität manchmal einschränken. Nötig seien eindeutige Ziele, eine Agenda und eine klare Rollenverteilung.

Immerhin 16 Prozent der Befragten fühlen sich von Meetings und Calls stark in ihrer Arbeitsleistung eingeschränkt, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. 51 Prozent empfinden dies zumindest manchmal so. Als wirkungsvoller beurteilten 64 Prozent direkte Gespräche mit Kollegen. 20 Prozent gaben an, die besten Ergebnisse zu erzielen, wenn sie unabhängig arbeiten.

49 Prozent der Befragten hatten darüber hinaus das Gefühl, dass ihre Leistung nach der Zahl ihrer Arbeitsstunden beurteilt wird, obwohl bekannt ist, dass Arbeiten ohne kreative Pausen nicht effektiv ist. 78 Prozent bestätigten das: Solche Pausen würden sie produktiver machen - selbst wenn sie dadurch unter dem Strich weniger lang mit ihren eigentlichen Aufgaben beschäftigt sind.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.