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20.11.2019

Viele Berufe sind nach wie vor von klassischen Rollenbildern geprägt

Trotz vieler Diskussionen über Gleichberechtigung am Arbeitsplatz und Gender-Themen bestimmen klassische Rollenbilder die Arbeitswelt noch immer. Das geht aus einer Auswertung des Statistischen Bundesamtes Destatis hervor. Demnach dominieren Männer nach wie vor viele technisch geprägte Berufe, während etwa Grundschullehrer in den allermeisten Fällen weiblich sind.

Größere Veränderungen sind nicht zu beobachten: So lag der Männeranteil in der Berufsgruppe Maschinen- und Fahrzeugtechnik im Jahr 2018 bei 89 Prozent. Gegenüber 2012 sank der Frauenanteil hier geringfügig um einen Prozentpunkt. Ähnlich sieht es in Informatik- und anderen Informations- und Kommunikationstechnikberufen aus: 85 Prozent der Beschäftigten sind männlich, der Anteil der Frauen erhöhte sich seit 2012 um lediglich zwei Prozentpunkte.

Innerhalb der Berufszweige kann es unterdessen große Unterschiede geben, so ein weiteres Ergebnis der Auswertung: 2018 waren nur 19.000 von insgesamt 200.000 Lehrenden an Grundschulen Männer. An den Hochschulen sieht das Bild ganz anders aus: Hier stellten sie 58 Prozent von insgesamt 331.000 ausgeübten Lehr- und Forschungstätigkeiten.

Wenig Bewegung gibt es auch in den als "Frauenberufen" geltenden Bereichen. In der Altenpflege standen 110.000 Pfleger 583.000 Pflegerinnen gegenüber. Im Vergleich zu 2012 erhöhte sich der Anteil der Männer nur um zwei Prozentpunkte. Der Anteil der in der Kindertagesbetreuung tätigen Männer ist nach wie vor relativ gering, heißt es bei Destatis weiter. Hier deutet sich aber ein kleiner Umschwung an: Am 1. März 2019 waren in Deutschland immerhin 42.200 Männer unmittelbar mit der pädagogischen Betreuung von Kindern in einer Kindertageseinrichtung befasst oder als Tagesvater aktiv. Vor zehn Jahren waren es nur 13.500.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.