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27.11.2019

Ortsungebundenes Arbeiten wird oftmals noch kritisch beäugt

Eine Mehrheit der Führungskräfte in Deutschland und Österreich sieht ihr Führungsverhalten als gelassen an und glaubt, dass Humor die Arbeitsatmosphäre verbessert. Bei der Anwesenheit scheinen sie weniger Spaß zu verstehen: Sie wird häufig immer noch als Ausdruck einer hohen Arbeitsbelastung angesehen. Das geht aus einem neuen Report des Hernstein-Instituts für Management und Leadership hervor.

Für die Studie wurden 944 Führungskräfte und Unternehmer in Deutschland sowie 586 in Österreich befragt. 89 Prozent von ihnen bezeichneten ihr Führungsverhalten als eher oder sogar sehr gelassen. Die Zustimmung stieg mit der Dauer der Führungserfahrung an. Als wichtigste Führungseigenschaften nannten jeweils rund 60 Prozent Klarheit sowie Humor im Umgang mit den Mitarbeitern und die Fähigkeit, zu delegieren.

Ein Blick wurde auch auf die These geworfen, dass die Anwesenheit am Arbeitsplatz ein Ausdruck von höherer Arbeitsleistung ist. 16 Prozent stimmten dem umfänglich zu, 42 Prozent zumindest "eher". Mit 60 Prozent hielt mehr als die Hälfte der befragten Führungskräfte die Anwesenheit am Arbeitsplatz für einen Leistungsindikator.

Das Ergebnis stehe in einem gewissen Spannungsfeld zum Trend des ortsunabhängigen Arbeitens, sagt Michaela Kreitmayer, Leiterin des Hernstein-Instituts: "Hintergrund dafür könnte sein, dass Veränderungen - wie etwa das vermehrte ortsungebundene, flexible Arbeiten - sowohl Zeit benötigen, um in den Köpfen aller anzukommen, als auch positive Ergebnisse." Wichtig seien ein Überdenken der eigenen Einstellung und Vertrauen.

Dieser Beitrag wurde erstellt von David Schahinian.